Energiewende jetzt

Bundespolitik

Aus der japanischen Katastrophe lernen:
Energiewende jetzt!

In diesen Tagen sind unsere Gedanken bei den Japanerinnen und Japanern, die unter den Folgen des Erdbebens, des Tsunami und der atomaren Störfälle leiden. Wir wollen helfen, wo wir können. (Information über Spendenmöglichkeiten unter www.spd.de.)

Die katastrophalen Vorfälle in den japanischen Atomkraftwerken zeigen 25 Jahre nach dem Super-GAU im sowjetischen Tschernobyl erneut: Kein Atomkraftwerk ist hundertprozentig sicher. Die Atomkraft ist nicht beherrschbar. Ihre zerstörerischen Folgen übersteigen jede menschliche Vorstellung.
Wir müssen verhindern, dass sich so eine Katastrophe wiederholt. Deshalb müssen wir in Deutschland zurück zu dem von SPD und Grünen beschlossenen Atomausstieg und die Energiewende konsequent vorantreiben.
_ Raus aus der Atomkraft
Die im letzten Herbst von CDU, CSU und FDP beschlossene Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke muss sofort zurückgenommen werden. Deutschland muss zu seinem ursprünglichen Ziel zurück: Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2020.
_ Alte Meiler vom Netz
Die ältesten deutschen Atomkraftwerke Biblis A, Biblis B, Brunsbüttel, Neckarwestheim I, Philippsburg I, Isar I, Unterweser und Krümmel sind unsicher und müssen noch in 2011 und 2012 endgültig vom Netz gehen.
_ Hohe Sicherheitsstandards
Das kerntechnische Regelwerk des Jahres 2009 muss wieder in Kraft gesetzt werden, um den Stand von Wissenschaft und Technik zur Voraussetzung für die Restlaufzeit deutscher Atomkraftwerke zu machen.
_ Konsequente Energiewende
Die Zukunft wird bestimmt von erneuerbaren Energien. Neben Investitionen in diese Zukunftstechnologien brauchen wir mehr Anstrengungen bei Energieeinsparung und Energieeffizienz, die Modernisierung des fossilen Kraftwerksparks bei Kohle und Gas sowie den Ausbau der Elektromobilität und kraftstoffsparender Antriebstechniken.
Unser Ziel ist ambitioniert, aber realistisch: Wir wollen schon bis 2020 mindestens 40 Prozent erneuerbare Energien im Stromsektor und 20 Prozent im Wärmesektor erreichen. Das schafft Sicherheit und Arbeitsplätze.
Wir wollen Zukunft statt Atom!

SPD-Parteivorstand, Telefon: (030) 2 59 91-500, Internet: www.spd.de 14-03

 
 

 

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